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Auf halber Strecke zwischen Wyk und Utersum liegt Nieblum - zweitgrößter Ort und wohl das schönste Dorf auf Föhr. Kapitänshäuser aus dem 18. Jahrhundert zeugen noch heute von dem “Goldenen Zeitalter”. Föhringer Seeleute waren (zumeist auf holländischen Schiffen) erfolgreich. Erst als Walfänger im Nordmeer, dann in der Handelsschifffahrt. St. Johannis, der mächtige “Friesendom”, wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Das Taufbecken dürfte sogar noch hundert Jahre älter sein. Der kostbare Schnitzaltar stammt aus dem späten 15. Jahrhundert. Im Schatten von St. Johannis sind Seeleute begraben, die von allen Fahrten wohlbehalten zurückkehrten und ihren Lebensabend auf der Heimatinsel genießen konnten. Ein solches Glück war in dem gefahrvollen Seemannsberuf längst nicht jedem beschieden. Rund 40.000 Besucher kommen jährlich auf den Friedhof von St. Johannis. Nieblums “Hauptstrand” (mit großem Fahrrad-Parkplatz) ist wesentlich ruhiger als der Wyker. Nur ungefähr 600 Strandkörbe stehen hier, verteilt auf mehrere hundert Meter. Wer lieber (fast) ganz allein sein möchte, geht einfach noch ein paar Schritte weiter. Eigene Strandabschnitte gibt es in Nieblum für Surfer und - am Goting-Kliff - für hüllenloses Bräunen. Im Dorf zu entdecken gibt es friesische Gastlichkeit in Cafés und Restaurants. Nieblum ist eingebunden in ein gut ausgebautes Radwegenetz, deshalb ist es nicht nötig, ständig mit dem Auto zu kutschieren. Es ist nicht nötig, die eigenen Räder mitzubringen, auf der Insel gibt es etliche Mietstationen.
Gesamteindruck: Schönstes Dorf auf Föhr, mit schmucken Friesenhäusern, mächtiger Kirche und einem ruhigen Strand - lang und breit.
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